Kann musical.ly zum nächsten Snapchat werden?

musical.ly • Diese App macht gerade alle Teenager verrückt

Für Gary Vaynerchuk ist es das nächste mögliche „heiße Ding“ nach Snapchat, für US-Teenager die App, die sie am spannendsten finden und die Erwachsene gar nicht kennen: musical.ly hat weltweit bereits Millionen von Teenies als Nutzer gewonnen und wird auch in Deutschland immer beliebter.

Von außen ist es merkwürdig mit anzuschauen, wie die 15-jährige Ariel Martin aus Florida, im Internet als „Baby Ariel“ bekannt, mit ihrem Smartphone und der App musical.ly ein „musical“ filmt. Als „musical“ bezeichnen „muser“, wie sich die regelmäßigen Nutzer von musical.ly nennen, bis zu 15 Sekunden lange Videos, in denen sie entweder playback zu Popsongs performen oder lustige Zitate nachsprechen.

In einem von mehreren auf Youtube verfügbaren „Tutorials“ zu musical.ly sieht man, wie „Baby Ariel“ (an deren iPhone sich auf der Rückseite ein spezieller Griff für das leichtere Handling befindet) bei der Produktion eines solchen Kurzfilmchens zu einem aus dem Lautsprecher ihres Smartphones plärrenden Song von Rihanna merkwürdig anmutende Handbewegungen macht, ihr Handy synchron zu ihren Gesten bewegt und gleichzeitig Grimassen schneidet.

Mit solchen Videos hat „Baby Ariel“ über die in musical.ly integrierten Social-Funktionen (Nutzer können die Videos auf der Plattform posten und sich mit anderen „musern“ vernetzen) mittlerweile Millionen Fans gewonnen, obwohl musical.ly erst seit März 2015 in der iOS- und seit Juli 2015 in der Android-Version verfügbar ist. Die Entwickler der App kommen aus China, bauen ihr Geschäft aber mittlerweile von einer Zweigstelle in San Francisco aus aus. Ariel entdeckte musical.ly im Sommer 2015 über ein mit der App erstelltes Video auf Instagram,wie sie dem US-Teenie-Magazin Wonderwall erzählte . „Ich fing an, mit der App herumzuspielen, fügte Handbewegungen hinzu, begann mit Lip Syncing, ich probierte verschiedene Musikstile aus und dann nahmen die Dinge ihren Lauf.“

Heute folgen Ariel bei musical.ly 7,3 Millionen Fans; ihre „musicals“ haben 300,5 Millionen „Herzen“ (das Pendant zu Facebooks Likes) angesammelt. Der Erfolg in der App strahlt auch auf andere Plattformen ab: Ihr Youtube-Kanal verzeichnet 33,1 Millionen Views und 817.000 Abonnenten, bei Instagram hat sie 1,8 Millionen Follower und bei Facebook 12.500 Fans.

Dieser Beitrag erschien zuerst auf OnlineMarketingRockstars Daily