Ingo Sander und das Buzzword Digitalisierung

Heimatshoppen, lokales shoppen, Vespa-Days und Weinfeste werden Euch nicht retten.

Vor knapp 4 Jahren bin ich in meine Geburtsstadt Trier zurück gekehrt.
Für alte Weggefährten schien alles in bester Ordnung. Die Geschäfte liefen.
Meine Warnungen dass die Digitalisierung auch Trier erreichen wird wollte niemand hören.
Heute ist der stationäre Handel der erste Verlierer dieser Arroganz. Freie Ladenlokale wo man hinschaut.

Die meisten Einzelhändler und Dienstleister in den Städten haben die digitale Welt und damit gut 20 Jahre Handelsentwicklung völlig verschlafen. Das bekommen sie nun zurück.
Die Umsätze sinken und die Lauffrequenz in den Innenstädten geht zurück. 
Heimatshoppen, lokales shoppen, Vespa-Days und Weinfeste werden Euch nicht retten. Der lokale Einzelhandel hat vollständig versagt und die Politik schaut der Verwesung unserer Innenstädte tatenlos zu, anstatt bereits heute Nachfolgepläne für das Karstadt-Haus und C&A zu schaffen. Es wird Jahrzehnte dauern, bis man sich von den Fehlern, die heute gemacht werden, erholt hat.

Die nächste Phase ist schon längst da: Umbau der Innenstadt zur Gastro-Meile

Jedes Unternehmen benötigt einen digitalen Masterplan!

Handel hat sich über Jahrhunderte immer und immer wieder verändert. Auch das ist eine Realität, der sich die wohlstandsgewöhnten Händler der 90er Jahre kaum stellen wollten. Es hilft, zu verstehen, was gerade passiert, wenn man sich davon trennt, dass der Wandel im Handel darin liegt, einmal freundlicher mit dem Kunden umzugehen oder eine ipad-Kasse einzuführen. Wer so denkt, wird den Sturm, der derzeit über die Innenstädte hereinbricht, nicht überstehen.